Die Weisheitszahnentfernung
Bei nicht ausreichenden Platzverhältnissen können Weisheitszähne nicht normal durchbrechen, um sich in die Zahnreihe einzuordnen. Sie bleiben dann entweder von Knochen bedeckt im Kiefer (Retention) oder brechen teilweise durch (Teilretention). Die retenierten oder teilretenierten Weisheitszähne können unterschiedliche Lagen einnehmen. Eine operative Entfernung der Weisheitszähne wird empfohlen bei:
- Entzündungen von Knochen und Schleimhaut in der Umgebung des betreffenden Weisheitszahnes, im Besonderen bei teilweise durchgebrochenen Zähnen
- Zystenbildung im Bereich retenierter Zähne, ausgehend vom umgebenden Weichgewebe der Zahnkrone
- Schädigungen der Nachbarzähne durch den Wachstumsdruck der Weisheitszähne
- Nervenschmerzen im Bereich des Gesichtes (Trigeminus-Neuralgie)
- Verschiebung der Zahnreihe durch die Wachstumsrichtung der Weisheitszähne
- möglicher Ursache für Allgemeinerkrankungen
- prothetischer Versorgung mit Kronen/Brücken zum letzten Backenzahn oder zahnlosen Kiefer
Die Operation
In örtlicher Betäubung oder Allgemeinnarkose wird die Schleimhaut vom Knochen gelöst und der Zahn mit einer Fräse durch Abtragen des Knochens freigelegt. Mit einem Hebel oder einer Zange kann der Zahn dann entfernt werden. In besonderen Fällen kann es notwendig sein, den Zahn zu trennen, um die Entfernung zu ermöglichen. Die Wunde wird durch Vernähen verschlossen
Folge der Operation können Schwellungen der Wange und Lippe, Mundöffnungsbehinderung, Schluckbeschwerden und Temperaturerhöhungen sein. Diese Folgebeschwerden gehen in aller Regel nach drei bis vier Tagen zurück. Nach einer Woche können die Fäden entfernt werden. Die Wundheilung ist nach ca. vier Wochen abgeschlossen.


